Der Sänger

Der US-amerikanische Bariton Robert Gardner hat in vielen Opernhäusern und mit vielen Orchestern sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa und Asien gesungen: in der New York City Opera, der Washington National Opera, der Bayerischen Staatsoper, der Santa Fe Opera, Opera Colorado, Central City Opera, auf dem Aspen Music Festival, dem Spoleto Festival USA, mit der Palm Beach Opera, der Edmonton Opera; mit den Münchner Philharmonikern und der Washington Concert Opera sowie mit den führenden Orchestern in Pittsburgh, Seattle, Dallas, Denver, San Diego, Santa Rosa, New Haven, Kansas City und Daejeon in Südkorea u.v.m.

Zu seinen Opernauftritten gehören Bariton-Hauptrollen wie: Germont in La Traviata, Marcello in La Bohème, Eugene Onegin, Belcore in L’Elisir D’Amore, Sharpless in Madame Butterfly, Zurga in Die Perlenfischer und Robert Storch in Intermezzo, der bürgerlichen Komödie von Richard Strauss, sowie Jochanaan in Salome, Michele und Gianni Schicchi in Il Trittico, und viele andere Werke des Standard- und zeitgenössischen Repertoires.

Das Konzertrepertoire von Gardner reicht von Mendelssohns Elias, Mahlers Das Lied von der Erde, Lieder eines fahrenden Gesellen, und Kindertotenlieder, Orffs Carmina Burana, Brahms’ Ein Deutsches Requiem und Händels Messias bis zu einigen Kantaten von Johann Sebastian Bach (einschließlich seiner drei Solokantaten für Bassstimme), und von Beethovens 9. Sinfonie und Missa Solemnis bis hin zu Ralph Vaughan WilliamsFantasia on Christmas Carols, Five Mystical Songs und Dona Nobis Pacem sowie Elgars Dream of Gerontius. Es schließt auch die Weltpremiere von Aaron Jay Kernis3. Sinfonie, der “Symphony of Meditations” ein, deren Solistenrolle eigens für Gardner geschrieben wurde. Das Werk wurde von der Seattle Symphony beauftragt und mit Gerard Schwartz als Dirigent uraufgeführt.

Gardner gastierte weltweit bei vielen Konzertaufführungen. Seine Programme sind vielseitig und umfassen Engagements in New York City, Boston, Dallas, Denver, München, Paris und Marseille. Begleitet von der  Pianistin Lydia Brown  sang er mehrmals für die Pro Musicis Foundation und für das Austrian Cultural Forum in New York, sowie für die österreichische Botschaft in Washington D.C., wo er zusammen mit Pianist Thomas Bagwell Lieder von Gustav Mahler aufführte. Gardner hat Solo-Liederabende mit Werken von Charles Ives in New York, San Francisco, Dallas und Denver gegeben; er wirkte auch als Solist bei der Gesamtaufnahme der Lieder von Ives mit; die Aufnahme ist als 6-CD Box-Set bei Naxos erhältlich.

Gardner gastiert regelmäßig mit dem American Modern Ensemble in New York, wo er neue Werke von vielen zeitgenössischen Komponisten wie John Harbison, Aaron Jay Kernis, Robert Paterson, David Heuser, John Adams und Jake Heggie singt. Unter seinen neuen Musikprojekten befindet sich eine abendfüllende Komposition für Klavier/Orchester und Baritonstimme, die Grammy-Preisträgerin und Komponistin Gabriela Lena Frank eigens für ihn komponierte; ein einmaliges Arrangement der Lyrik des  nicaraguanischen Dichters Pablo Antonio Cuadra mit dem Titel The Songs of Cifar and the Sweet Sea. Das Werk wurde vor kurzem in Menlo Park, Kalifornien, aufgeführt und von Music@Menlo aufgezeichnet. Robert hat auch bei der Gestaltung von neuen Opern mitgewirkt, so in Invisible Child von Robert Paterson, der die Rolle des Ice-Road-Truckers eigens für Gardner schrieb. Er hat außerdem bei den neuen Opern Before Night Falls von Jorge Martín, und Sarah and Hagar von Gerald Cohen mitgewirkt.

Gardner war Gast bei der Weekend Edition von NPR, beim WGBH Radio in Boston, beim WQXR Radio in New York, KVOD Radio in Denver sowie beim Breakfast With the Arts vom A&E Channel und bei verschiedenen PBS-Sendungen zur Weihnachtszeit.

Robert Gardner wurde 2007 mit dem Lili Boulanger Memorial Award ausgezeichnet; er ist erst der dritte Sänger, der von dieser renommierten, 1936 von der berühmten Lehrerin, Pianistin und Dirigentin Nadia Boulanger ins Leben gerufenen Stiftung nominiert wurde. Er gewann 2001 den Pro Musicis International Award sowie 1999 den William Matheus Sullivan Foundation Award und 2000 den Gerda Lissner Award. Gardner studierte an  der Yale Opera der Yale University School of Music unter Richard und Doris Cross und Sherrill Milnes. Er nahm an Programmen für junge Künstler der Santa Fe Opera, der Bayerischen Staatsoper in München, und dem Steans Institute for Young Artists in Ravinia bei Chicago teil.

Robert ist auch ein talentierter Chordirigent, Coach und Lehrer. Als Mitglied der Society of American Fight Directors choreographiert er professionell sichere aber effektvolle Bühnenstunts.

Seine Freunde wissen, dass er die freie Natur liebt: das Angeln, vor allem das Fangen und Freilassen von Barschen und Forellen; Bergwandern; Naturfotografie; Fitness und gesunde Ernährung. Er ist preisgekrönter Tiertrainer und arbeitete als Eigentümer/Betreiber von drei Sattelzügen. Als Kaffee-Experte probiert er gerne – am liebsten mit seinen Freunden – Kaffeebohnen aus den besten Anbauregionen der Welt.